Sommer-Sonnenwende                                      Der Beginn des Sommermonats

 

Am 21. Juni wird die Sommersonnenwende gefeiert. Den Höchstand der Sonne feierten bereits die Kelten und Germanen  Auf der nördlichen Erdhalbkugel scheint an diesem Tag die Sonne am längsten und hat auch die stärkste Kraft. Wir feiern den längsten Tag und die kürzeste Nacht.
Wenn man bei uns am Samstag nach Einbruch der Dunkelheit auf die Berggipfel geschaut hat, konnte man die vielen Sonnwendfeuer sehen die wunderschön wie eine Kette von Gipfel zu Gipfel geleuchtet haben.

 

Das ist auch die Zeit in der die Pflanzen wachsen und sprießen und die Blüten ihre volle Schönheit entfalten. Die vielen Wildkräuter, die uns jetzt zum Sammeln verführen, enthalten durch die lange Licht- und Sonneneinstrahlung besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe. Äth. Öle werden jetzt durch die Sonne und Wärme besonders gut in Blüten und Blättern angereichert.

 

In manchen Gegenden werden Blütenkränze aus Beifuß, Johanniskraut, Frauenmantel, Ringelblumen uvm. gebunden.  Diese setzt man sich auf den Kopf und tanzt um das Sonnwendfeuer oder springt über das Feuer.

 

 

Zur Sommersonnenwende wird traditionell mit Kräutern geräuchert. Gut geeignet dafür sind Kräuter wie Beifuß, Johanniskraut , Frauenmantel, Lindenblüten, Salbei,...
Beim verglühen der getrockneten Pflanzen auf einer speziellen Räucherkohle oder in der Feuerschale entstehen wohltuende Wirkstoffe und Düfte, die Gefühle, Empfindungen und Erinnerungen hervorrufen können.
Oder man macht es einfach wie meine kleine Tochter, geht zum Vorrat der getrockneten Kräuter und mischt sich eine Räucherung nach Gefühl zusammen.
Ich kann leider nicht genau sagen, was dabei war aber der Duft war sehr wohltuend!

 

Walpurgisnacht

 

Walpurgisnacht / Beltane
Die Nacht vom 30. April auf 1. Mai

 

In meiner Kindheit wurde diese Nacht nie in Zusammenhang mit Hexen oder sonstigen Mystischen Bräuchen gebracht. Bei uns in der Gegend war das die FILIPPI-Nacht – so haben junge Burschen Sachen die nicht niet und Nagelfest am Haus befestigt waren, verschleppt und oft sogar auf dem Marktplatz aufgestapelt.
An eine Nacht in meiner Kindheit kann ich mich erinnern, da wurden alle Fensterbalken von unserm Haus abmontiert und auf unserer Zufahrtsstraße verstreut. Meine Eltern staunten nicht schlecht, als sie die Balken beim Nachhauseweg in der Nacht fanden.

Geschichtliches:

 

  • Im keltischen Kalender findet sich für die Walpurgisnacht auch noch eine andere Bezeichnung: Beltane. Beltane steht für das Fest der Fruchtbarkeit und des Lebens und für den Sieg der hellen Sonne über den dunklen Winter. Die Erde wurde zum Leben erweckt und viele Fruchtbarkeitsrituale wurden abgehalten.
  • Der Name Walpurgisnacht geht auf die Göttin Walpurgis zurück. Sie war ursprünglich eine heidnische Göttin. Später wurde sie von der Kirche aufgegriffen und sogar heiliggesprochen.
  • Der Ursprung des Hexenglaubens entstammt meist aus Kirchenbüchern da damals jeder glaubte, wenn eine Frau heilen konnte, dann war sie mit dem Teufel im Bunde.
  • Die Nacht auf den 1. Mai wurde damit verbunden, böse Geister zu vertreiben. Das Walpurgisfeuer sollte reinigen und Seuchen fernhalten. Dieses wurde häufig mit Ausräuchern der Häuser und Stallungen dargestellt.
  • Früher feierte man lärmend, um den Frühling zu begrüßen, später feierte man, um Hexen und böse Geister zu vertreiben.

 

 

Zum Räuchern  in der Walpurgisnacht kann man sehr gut Frühlingskräuter wie Gänseblümchen und Gundelrebe verwenden, die belebend wirken oder  eine Mischung Baldrian, Holunderblüten, Kalmuswurzel, Rosmarin, Drachenblut,Weidenrinde und Weihrauch

 

Volks-& Aberglaube:

 

  • Am 1. Mai wurde der Schmalz zubereitet, dass sich dann das ganze Jahr gehalten hat.
  • Zu Mitternacht wurde nackt die Butter gerührt, so habe man das ganze Jahr über den Buttersegen. Die Kühe bekamen in der Walpurgisnach Löwenzahnblüten zu fressen, damit wurde die Butter schön gelb.
  • Wenn ein Stern in dieser Nacht vom Himmel fiel, muss an dem Ort gegraben werden, um dort einen Schatz zu finden (Also genau schauen, im Mai sind viele Sternschnuppen angesagt.)
  • Am 1. Mai durfte nicht gearbeitet werden, auch Hausarbeiten blieben liegen. Man durfte auch nichts verleihen oder sich was leihen, wer es dennoch tat, war eine Hexe.

 

 

 

 

 

Der Palmbuschen

 

Palmbuschen, Palmbesen
Ein Palmbuschen ist ein Gebinde aus (traditionellerweise) SIEBEN Naturmaterialien:

 

Palmkätzchen
auch „Weidenkätzchen“, die graugrünen, walzenförmigen Blütenstände der männlichen Sal-Weide gehören unbedingt in den Palmbesen, sind mancherorts sogar alleiniger Bestandteil des Palmbuschen!

 

Buchsbaum
Der Buchsbaum wächst sehr langsam als immergrüner Strauch. Die dicht stehenden Laubblätter sind eiförmige, glänzend dunkelgrün auf der Oberseite und deutlich heller und matt auf der Unterseite. Leider wird der Buchsbaum in unseren Gärten immer seltener, da ihm der Buchsbaumzüngler sehr zusetzt.

 Wacholder (Kranewitt)
Der Wacholder (Kranewitt) gehört zur Familie der Zypressengewächse.
Er ist eine immergrüne Pflanze, die auf mageren Wiesen und kargen Böden wächst. Wacholder wächst sehr langsam und wird als Strauch maximal 1.5 Meter groß. Der Wacholder ist hauptsächlich in Bergregionen über 1.000 m zu finden. Seine Blätter sind sehr stachelig und manchmal findet man ihn mit grünen und schwarzen Früchten!

 

Stechpalme(Schradler)
Die Stechpalme auch Schradler genannt, ist die einzige in Mitteleuropa beheimatete Pflanzengattung der Familie der Stechpalmengewächse. Einige Arten und Sorten sind Zierpflanzen für Parks und Gärten.

Die Blätter sowie die (roten) Beerenfrüchte sind stark giftig

 

Eibe
Eiben-Arten sind immergrüne Sträucher oder kleine bis mittelgroße Bäume. Sie wachsen sehr langsam und werden uralt.

 

Zeder  

die Zeder liebt mediterranes Klima und ist bei uns selten anzutreffen, ich verwende die Thuje, da die Pflanze in vielen Gärten wächst und der Zeder ähnlich ist

 

Sadebaum (Segen)
Der Sadebaum auch Stink-Wacholder, Gift-Wacholder oder Sebenstrauch genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung
Wacholder.

Er wird meist als Zierpflanze in Gärten angesiedelt.

 

Zusammengebunden werden die Buschen traditioneller Weise mit Rinden der Sal-Weide (ich verwende Draht und Bast, da ich die Buschen gerne mit Kindern werke, und ihnen das Binden so leichter fällt)) un auf Haselnussstecken gesteckt.
Je nach Region werden die Palmbuschen oft auch mit Äpfeln, Orangen, Bändern, Hobelscharten,
Brezeln und mehr geschmückt. Bei uns werden verschieden färbige Hobelscharten verwendet.

Wer sich Fastenbrezen draufhängen möchte, kann das gerne vor der Palmweihe tun.

 

Achtung: Alle Kräuter des Palmbuschens sind GIFTIG!

 


In Zeiten wie diesen!

Leider macht uns derzeit der Corona-Virus inkl. Lockdown das Leben nicht gerade leicht.

Da wir die Gesamtsituation nicht ändern können, müssen wir das Beste daraus machen und trotz allem uns selbst was Gutes tun und das Leben so gut wie es geht genießen.

Schon kleine Dinge, die uns Freude bereiten tun unsere Psyche gut und somit steigert es automatisch unsere Lebensenergie.

 

So ist jetzt die beste Zeit, es sich nach einem Spaziergang in der Natur zu Hause gemütlich zu machen, eine Kerze anzuzünden und eine gute Räuchermischung zu verräuchern die uns zu einer positiven Stimmung anregt.

Vielleicht noch einen guten Kräutertee genießen und ein romantisches Buch dazu lesen, was kann es besseres geben!

 

Wer Infos und Tipps zum Räuchern braucht, kann mich gerne kontaktieren.

 

Es gibt auch Räuchermischungen bei mir im Kräuterhütterl kontaktlos zu kaufen.

 

Übers Räuchern in der Adventzeit gebe ich ab dem 1.  Dezember bis zu den Raunächten täglich einen Tipp über Wattsapp. Wer Interesse an den Informationen hat, einfach bei mir melden!

 

Ich wünsche euch viel Kraft und gute Energie für die nächsten Wochen und lasst euch nicht unterkriegen!

Ich freue mich, auf eine Wiedersehen in einem meiner Workshops in hoffentlich naher Zukunft!


Kräuter & Bräuche zum Johannistag

Johannistag ein wichtiger magischer Tag im Jahreskreis

Am Johannistag, dem 24. Juni, gedenkt man an die Geburt von Johannis dem Täufer.

Doch dieser Tag ist vor allem für uns "Kräuterhexen" etwas besonderes, da es für viele Heilpflanzen zum Ernten und Verarbeiten der richtige Zeitpunkt ist und einige besondere Bräuche, Mythen und Zaubergeschichten über diesen Tag  überliefert wurden.

Jetzt geht man in die Natur und sammelt das wie bereits der Name sagt, blühende Johanniskraut und setzt es in Olivenöl an damit man in einigen Wochen das Rotöl verwenden kann. Das Johanniskraut-Rotöl hilft sowohl äußerlich bei Verbrennungen, Narben, Muskelschmerzen und vieles mehr, trägt aber auch innerlich bei angeschlagener Psyche zur Linderung bei. Vorsicht ist geboten, wenn man in die Sonne geht oder Psychopharmaka einnimmt!

Beifuß, Arnika, Ringelblume, Kamille, Königskerze und Eisenkraut sind auch sogenannte Johanniskräuter die an diesem Tag für die Hausapotheke gesammelt werden sollen.

Im Brauchtum gibt es viele Bauernregeln um den "Johannistag" die u.a. das Wetter vorhersagen. Vieler Orts werden auch Johannisfeuer angezündet. Früher tanzten und sprangen Liebespaare gemeinsam über das Johannisfeuer damit so weiterhin Glück in ihrer Liebe beschert sei!

In der Natur ist jetzt die Zeit der Glühwürmchen oder auch "Johanniswürmchen" .  Diese glühen jetzt oft am Abend und machen so eine romantische Stimmung beim Spaziergang oder im Garten!

TIPP: Wer gerne mehr über die Kräuter und Bräuche zum Johannistag wissen will, am Montag 24. Juni mache ich um 14:00 Uhr einen Vortrag im Nachbarschafts-Treff in Kuchl statt! Alles sind herzlich willkommen. Anmeldung bei mir!


Den Frühling mit allen Sinnen erleben

Der Frühling ist da und zeigt seine Kraft im satten Grünund wunderschönen Blütenmeer der Bäume

 

Gänseblümchen und Löwenzahn bevölkern unsere Wiesen mit ihren wunderschönen Blütenköpfen und bringen sie zum Leuchten. An den Waldrändern entfaltet der Bärlauch seine Blüten und macht daraus ein weißes Blütenmeer! Die Obstbäume stehen in voller Blütenpracht in unseren Gärten und in den einen oder anderen Beet haben sich die Tulpen voll entfaltet!

Was gibt es schöneres als raus in die Natur zu gehen,  den Augen diese Farbenpracht zu präsentieren, der Nase diese Duftexplosion zu gönnen, mit den Ohren die Geräusche des Waldes, das Summen der Bienen und zwitschern der Vögel zu vernehmen und mit dem Mund den Geschmack der wohlschmeckenden Wildkräuter zu genießen.

 

Von Wildkräutersuppe über Kräuterstrudel bis zum Blütendessert kann man sich jetzt mit den frischen Wildkräutern in der Küche austoben.

 

Und wenn sich jemand nicht sicher ist, ob die Wildkräuter die vor unserer Haustür wachsen auch wirklich genießbar sind, dem biete ich an, eine meiner Kräuterwanderungen zu besuchen und sich da über die Wildkräuter und Rezepte zu informieren.

 

Ich freue mich drauf!