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Salbenküche im Winter

Harze und Moose gegen Erkältungskrankheiten

Nicht nur ab dem Frühling stehen uns eine Vielzahl von Kräutern zur Verfügung, sondern auch in der Winterzeit können wir auf einige besonders hilfreiche Schätze aus Wald und Wiese zurückgreifen, um uns Salben zu kochen. Und genau diese Kräuter und Harze helfen im Winter über allerlei Wehwechen und Schnupfennasen hinweg. Eine Salbe aus Lärchen- oder Fichtenpech sollte in jedem Fall in der Hausapotheke zu finden sein. Sie lindert, auf die Brust aufgetragen Hustenreiz, und hat eine abschwellende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung. Darüber hinaus kann man sie bei Gelenksbeschwerden, Muskelschmerzen und als Zugsalbe verwenden. Moose zu einer Salbe gerührt wirken nicht nur der Faltenbildung entgegen, sondern haben als Brustbalsam eine desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung. Sie kann auch bei Zerrungen und Muskelschmerzen verwendet werden. Immergrüne Nadeln von Tanne, Fichte, Kiefer, Latsche, Wacholder und Rosmarin kann man in Alkohol ansetzen und daraus einen Franzbranntwein zubereiten, oder in eine Salbe einarbeiten. Die Nadeln wirken durchblutungsfördernd und antibakteriell. Efeublätter die jetzt besonders frisch sind, sollten zwar auf keinen Fall innerlich angewendet werden, wirken aber äußerlich als Auflage bei Hautekzemen Die Salbe aus den Blättern und Beeren wirkt gewebsstraffend und zusammenziehen, kann deshalb sehr gut bei Zellulitis aufgetragen werden und glättet unerwünschte Hautdellen.

Salben einfach und schnell selbstgemacht

Zur Herstellung der Salben sammle ich die gewünschten Kräuter und Harze bei mir in der Umgebung. Für die Pechsalbe verwende ich meistens das Harz der Fichte. Ich brauche dazu ca. 30g Fichtenharz, 20g Bienenwachs und 80g Olivenöl. Das selbst gesammelte Harz wird in einen alten sauberen Topf mit dem Olivenöl auf ca. 60° erhitzt bis das Harz flüssig ist. Das flüssige Öl-Harz Gemisch wird dann durch ein Tuch oder Filter durchgesiebt. In der warmen Flüssigkeit lasse ich das Bienenwachs zergehen und fülle es in Tiegel ab. Erst wenn die Salbe kalt ist, gebe ich den Deckel drauf um sie dann kühl und dunkel zu lagen. So hält die Pechsalbe mindestens 1 Jahr. Für die Moossalbe sammle ich verschiedene Moose und lasse diese in warmen Olivenöl mindestens 24 Stunden ausziehen. Danach das Öl abseihen und mit Bienenwachs eine Salbe zubereiten. Hier kann man, wenn die Salbe als Brustbalsam verwendet wird, noch einige Tropfen äth. Latschenkieferöl dazugeben.