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Räuchern - Die Zeit der Raunächte

 Die Raunächte:

 Die Raunächte sind eine geheimnisvolle und mystische Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönig.

  Bei uns zu Hause hat es drei Raunächte gegeben in denen wir betend mit deiner alten Eisenpfanne durch Haus, Stall und vors Haus gegangen sind. In der Pfanne war die Glut der Holzscheite aus dem Küchenofen die mit einfachem Weihrauch bestreut wurden. Allem voran ging mein Vater mit der Pfanne, wir Kinder marschierten mit der Weihwasserschüssel hinterher und bestrengelten mit einem kleinen Tannenzweig die Räume. Dazu wurde von der Großtante der Rosenkranz vorgebetet und wir beteten brav dazu.

 Der Brauch wird nach wie vor bei mir zu Hause durchgeführt.

 

Zu den Raunächten gibt es viele Bräuche und Riten:

Jeder dieser 12 Tage und Nächte steht für einen Monat des kommenden Jahres. Man sollte also in diesen Tagen besonders achtsam sein, wie man sich verhält, was einem widerfährt und auch auf das Wetter diese Tage achten.

Wenn man z.B. am 28. Dezember überraschend Besuch bekommt und viel Spaß hat, so kündigt sich auch im April ein unerwarteter Besuch und ein fröhlicher Monatsverlauf an.

 

24. Dezember ist die Zeit der Reinigung und des Loslassens. Traditionell wird mit Myrrhe oder reinigenden Räuchermischungen (Reinigung, Klarheit, Freiheit...) das alte Jahr verabschiedet.

 Man kann auch den Adventkranz als Räucherwerk verwenden. Zerteilt man den Kranz bricht Zweiglein und Äste herunter und vermischt ihn mit Weihrauch und Myrrhe, so hat man ein gutes Räucherwerk mit der ganzen Kraft des Advents

 

31. Dezember und der 1. Jänner

sind die Verbindung des Alten zum Neuen, die Zeit der Harmonisierung. Silvesternacht = zurücklassen – die Tür für Neues öffnen


6. Jänner bildet den Abschluss der Raunächte, noch einmal wird geräuchert. Der Alltag ist meistens wieder eingekehrt und der Zauber auf den man das ganze Jahr wartet ist dan doch so schnell vorbei. Also die Kohle auspacken, zum Glühen bringen, ein Feuer machen verschiedene Räucherkräuter die auf Vorrat sind auf Kärtchen schreiben, eins-zwei oder drei davon ziehen und mit diesen ein schönes Abschlussräucherritual machen!